News

Neuigkeiten

Passrennen erklärt

In der „Königsdisziplin“ treten zwei Reiter gegeneinander an.

Autor: Nora Benz

Zusätzlich zum Tölt werden Islandpferd und Reiter auch im Pass geprüft. Das Pferd fußt dabei gestreckt von einer Lateralen auf die andere. Im schnellen Tempo geritten, wird der sogenannte Rennpass auch als die „Königsgangart“ des Islandpferdes bezeichnet. Es können Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreicht werden!

Wird sonst eher die Qualität der Gangarten gewertet (wie bei der Passprüfung), spielt beim Passrennen lediglich die Geschwindigkeit eine Rolle. Es werden also rein objektiv die Gültigkeit des Laufes geprüft, sowie die gemessenen Zeiten einander gegenüber gestellt.

Dabei entsteht das besondere Gefühl eines klassischen Pferderennens, da im Passrennen zwei Reiter direkt gegeneinander antreten: Jeweils ein Paar startet vom Stand aus der Startbox. Dabei werden, anders als beim Speedpass, sogar vier Durchläufe pro Reiter durchgeführt. Nach dem ersten Durchlauf in ausgeloster Reihenfolge wird in der Folge der zuvor gerittenen Zeit gestartet. So erhöht sich stetig die Spannung zum jeweils letzten und schnellsten Reiterpaar.

Weiterlesen …

Die magische 10 – der Gänsehautmoment

Der Internationale Richter Lutz Lesener erklärt den perfekten Ritt.

Autor: Nadine Engel

Für die Note 10 müssen wir ein zufriedenes Pferd sehen, das mit der Konzentration ganz bei seinem Reiter ist. Beide zusammen zeigen ein hohes Maß an Präzision. Es kommt nicht nur auf die Qualität der Gänge an, auch die korrekte Ausfüh- rung der Aufgaben ist enorm wichtig. Sind die Übergänge fein geritten, wird die Tempovorgabe eingehalten?

Wenn der Richter dann auch noch Gänsehaut bekommt, dann ist es richtig gut“, sagt Lutz Lesener. Das wird mit der 10 belohnt. „Perfektion ist nun einmal selten“, sagt er. Deswegen sehen wir die 10 nicht alle Tage. Außerdem stehen im ganz hohen Notenbereich in den richterlichen Leitgedanken Anmerkungen wie „sehr geschmeidig“. Aber so etwas liegt eben im Auge des Betrachters und jeder Richter empfindet es etwas anders.

Weiterlesen …

Wie die WM-Pferde leben

Das Hilton unter den Pferdeställen: das neu gebaute Reittherapiezentrum.

Autor: Elisa Oxe

Der Mythos, Islandpferde seien grundsätzlich genügsame Lasttiere, trifft nicht immer zu. Besonders die Sportpferde, die bei der WM2019 Höchstleistungen zeigen, benötigen gutes Futter und beste Pflege. In Berlin-Karlshorst sind sie ihren Bedürfnissen entsprechend untergebracht.

Passend zur WM2019 wurden geräumigeund klimatisierte Ställe von Schlosser Holzbau fertiggestellt. Viele der teilnehmenden Pferde stehen in fest installierten Boxen. Zusätzlich wurden in den neuen Ställen mobile Boxen aufgestellt, die es Platz für über 250 Pferde bieten.

Nur das isländische Team ist mit seinen Pferden in einer der zuvor schon bestehenden Stallanlagen untergebracht, da sie direkt aus Island kommen und isoliert gehalten werden müssen. Die Pferde sind die kontinentalen Viren und Bakterien nicht gewohnt, daher wird versucht, möglichst isländische Bedingungen zu erhalten. Dafür bekommen die isländischen Pferde Heu und Wasser aus Island.

Weiterlesen …

Close Window