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Vom Volunteer zur Reiterin

Hallo, ich heiße Lena, bin 21 Jahre alt und komme aus Wien. Das erste mal auf einer WM war ich 2015, in Herning. Auf die Idee bin ich im Herbst 2014 gekommen, als ich in Island gearbeitet habe und dort mit einigen, hauptsächlich deutschen Mädels ‚fixiert‘ hatte, dass wir uns doch alle jedenfalls auf der WM in Herning wiedersehen würden.

Das war damals aber eher so eine Schnapsidee, trotzdem haben wir uns als Volunteer online angemeldet. Im Endeffekt waren dann Anne aus Lübeck & ich  tatsächlich zusammen in Dänemark.

Ausschlaggebend war für mich vor allem der Punkt, dass ich mal in dieses WM-Feeling reinschnuppern wollte, ich wollte wissen, wie es ist, wenn so viele Islandpferdenarren zusammenkommen und diese Rasse und den Sport genauso feiern wie ich. Und ich wurde in meinen Erwartungen nicht enttäuscht. Dadurch, dass wir im Security-Team damals oft die Nachtschicht hatten, blieb uns der ganze Tag zum Pferde-Schauen, und es war unglaublich. Abends, wenn wir zusammen saßen, scherzte ich mal darüber, dass wir uns alle in zwei Jahren in Oirschot wiedersehen würden – aber ich wäre dann dort als Reiterin.

Naja, und jetzt kann ich sagen, dass ich letztes Jahr, also 2017 tatsächlich viele Volunteers von 2015 in Oirschot wiedergesehen hatte. Und ich kann auch sagen, dass ich tatsächlich als Reiterin für Team Österreich dort vertreten war. Meine Stute, die ich 2015 noch ganz frisch aus Island hatte, hat sich zu einem richtigen Rennpasser entwickelt und daher versuchten wir uns in den Disziplinen P1, P2 und PP1.

Es war so schön, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen, was mir irgendwie auch ein bisschen diesen immensen Druck nahm. Ich wusste, dass sich meine Volunteerkollegen aus 2015 wie verrückt für mich freuten und mir bei jedem meiner Bewerbe die Daumen drücken würden, egal ob sie jetzt aus Österreich, Deutschland, oder ganz woanders her waren.
Es war auch sehr spannend das alles mal aus der ‚Reiterperspektive‘ zu betrachten. Auch dieses Mal waren die Volunteers unglaublich nett und ich wusste ganz genau, wie viel Arbeit diese Menschen für das Event aufbringen, und das einfach nur, weil sie es gerne tun.

Mein Ehrgeiz ist jedenfalls da, auch 2019 in Berlin hoffentlich mitreiten zu dürfen. Sollte es aber nicht dazukommen, würde ich jedenfalls nochmals in Erwägung ziehen, das Volunteer-Team zu unterstützen. Einfach, weil es so viel Spaß macht, man mit so tollen und engagierten Leuten zu tun hat und trotzdem einen spannenden & etwas anderen Einblick in das Event bekommt.

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